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Was passiert 2017?

2017 auf MinimalWaste

Das Jahr 2016 ist vorüber und so kurz vor Beginn des neuen Jahres möchte ich ein Resümee ziehen und dir erzählen, was ich mir für das nächste Jahr für MinimalWaste vorgenommen habe. Das wird also mal ein etwas anderer Post :P.

2016 ist wirklich viel passiert. Nicht nur in der Welt. Es gab für mich auch große persönliche Veränderungen. Es standen Umzüge an, ich habe meinen Abschluss gemacht und allgemein hat dieses Jahr mich sowohl beruflich als auch persönlich gefordert.

Es war das Jahr in dem ich mich wirklich auf Zero Waste gestürzt habe. Zwar war ich schon Ende 2015 begeistert, aber ich wusste nicht wirklich wie ich starten sollte. Mein Freund und ich lebten noch in getrennten Wohnungen, planten zwar schon zusammen zu ziehen, aber da fiel es schwer den Überblick zu behalten. So bliebt es bis zu unserem Zusammenzug eher bei Recherche und Planung. Achja, und beim Ausmisten. Denn am Anfang war ich zunächst einmal dem Minimalismus verfallen. Ich hatte es geschafft in meiner kleinen 25m²-Wohnung so viele Dinge anzuhäufen und gab jeden Monat alles was ich übrig hatte für irgendeine Spielerei aus. Damit sollte Schluss sein. Und das ganze wurde noch besser als mein Freund und ich endlich zusammen zogen. Zwei immer noch sehr zugemüllte Haushalte zusammen zu führen und dann zu entrümpeln ist wirklich nicht lustig. Inzwischen haben wir ein gutes Maß erreicht, auch wenn der Keller immer noch von Sachen bevölkert ist, die wir nach und nach verschenken, verkaufen oder spenden. Steter Tropfen höhlt den Stein…

Was Zero Waste angeht habe ich wie gesagt erst gegen Mitte 2016 so richtig los gelegt. Jetzt hatte ich einen Überblick über all die Dinge, die wir besaßen und verwenden konnten. Natürlich habe ich vorher schon kleinere Veränderungen vorgenommen: Leitungswasser aus der eigenen Flasche, Stofftragetaschen, Kauf von losem Obst und Gemüse usw. Aber dann fingen wir auch an beispielsweise lose Wurst und Fleischwaren beim Metzger und Käse und Butter lose bei einem kleinen Käseladen zu kaufen sowie für die Mittagspausen vorzukochen. Jeder Schritt reihte sich an den nächsten und so machen wir stetig kleine Fortschritte.

Außerdem habe ich mir ein neues Hobby gesucht und bin beim Bloggen gelandet. Und ich hätte es nicht für möglich gehalten, wie viel Spaß mir das macht :D. Dabei wollte ich eigentlich nur meine Gedanken und Erlebnisse zu Zero Waste und Minimalismus festhalten, um vielleicht ein paar Menschen mehr davon zu begeistern. Und inzwischen haben in den knapp zwei Monaten so unfassbar viele Menschen meinen Blog gelesen, dass ich es gar nicht fassen kann.

Vielen Dank dafür!

Ich hätte zudem auch nicht gedacht, dass mein kleines Hobby so große Wellen im Bekanntenkreis schlagen würde. Freunde und Verwandte von denen ich nie erwartet hätte (und auch nicht habe) fingen an sich Gedanken über den vielen Müll und die Verschwendung zu machen und fingen an kleine Änderungen vorzunehmen. Sie teilen meine Post auf Facebook und erzählen anderen davon. Das freut mich, denn ich will natürlich, dass mein Blog auch gelesen wird. Aber noch mehr freue ich mich darüber, dass Zero Waste so auch Menschen erreicht, die von alleine sonst nie darauf gestoßen wären. Und das sind die Kreise, die mein kleiner Stein zieht, seit ich ihn ins Wasser geworfen habe. Man kann als einzelne Person also sehr wohl so einiges bewirken, gerade in der Zeit der Sozialen Medien. Es geht dabei aber nicht darum, so viele Menschen wie möglich in kurzer Zeit zu überzeugen. Denn das endet mit genervten Blicken und Ignoranz. Es geht viel mehr darum, als gutes Beispiel voran zu gehen, frei nach dem Motto: „Du musst nicht so leben wie ich. Du musst nicht nachhaltiger leben, die gleichen Entscheidungen treffen und am Ende feststellen, dass du vielleicht sogar glücklicher bist. Aber du kannst es!“ Oder vielleicht wie mein Vater sagen würde: „Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.“ 😛 .

Oft geht es auch einfach nur um Aufklärung. Und deshalb habe ich mir für 2017 schon einiges vorgenommen ;). Dabei stehen eher ausführlichere Artikel auf meiner Liste, die voraussichtlich sehr viel Recherche benötigen. Deshalb werde ich im nächsten Jahr wahrscheinlich nur noch alle paar Wochen posten. Außerdem sitze ich gerade an der Entwicklung meines eigenen WordPress-Themes für MinimalWaste. Teils aus Spaß, teils, weil ich es eben alles selber machen will xD. Da bin ich hartnäckig.

Eines hat 2016 mir aber wirklich klar gemacht: Wir haben alle viel zu viel Angst vor Veränderungen. Wir haben zu viel Angst vor dem Fremden, vor dem Was-wäre-wenn. Wir beklagen uns auf einem geradezu lächerlich hohen Niveau und haben Angst uns nur noch ein Auto statt zweien leisten zu können. Und dabei vergessen wir, dass auf der anderen Seite Menschen stehen, für die es nur um die nächste warme Mahlzeit, ein Dach über dem Kopf oder einfach nur eine ruhige Nacht geht. Dabei geht es nicht nur um Flüchtlinge sondern auch um Obdachlose oder Menschen, die es vielleicht nicht so gut und einfach haben wie man selbst. Wir alle sollten uns öfter mal klar machen, wie gut es uns eigentlich geht. Wir sollten uns darüber freuen, dass wir gesund sind und dass wir die Möglichkeit hatte an Weihnachten bei unseren Liebsten zu sein und was zu essen auf dem Tisch zu haben. Und wenn man sich das immer mal wieder vor Augen hält, dann bekommt man schon eine andere Sichtweise auf die Dinge, die momentan so passieren. Wenn es um Veränderungen geht vergessen wir aber auch all zu oft, dass sich eine neue Tür auftut, wenn eine alte sich schließt. Es fehlt einfach wahnsinnig oft an positiven Einstellungen und Gedanken. Wieso versuchen wir die neue Situation nicht so anzunehmen und das Beste draus zu machen? Meiner Meinung nach ist das in vielen Dingen der richtige Ansatz und schon die halbe Miete 🙂 .

In diesem Sinne wünsche ich dir einen guten Rutsch und schon vorab viel Erfolg für das nächste Jahr 🙂 .

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Kategorie: Life

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Hi, ich bin Sarah. Ich mag gutes Essen, meinen kleinen Kräutergarten, Eulen und minimalistisches Design. Auf meinem Blog schreibe ich über Minimalismus und Zero Waste und gebe Tipps wie man Müll vermeiden und seinen Konsum nachhaltiger gestalten kann.

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