Zero Waste
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8 alltägliche Dinge für die es Zero Waste Alternativen gibt

8 alltägliche Dinge für die es tatsächlich Zero Waste Alternativen gibt

Zero Waste kann in manchen Dingen sooo einfach sein (Beispiel Mehrwegtrinkflasche + Leitungswasser). Aber in vieler Hinsicht ist es auch echt anstrengend, besonders, wenn man noch seinen Flow finden muss und sich noch nicht mit allem auskennt. Kreativität ist oft gefordert, um Alternativen zu finden. Aber dafür bin ich ja da. In diesem Post zeige ich dir Alternativen für 8 alltägliche Dinge, von denen du nicht denken würdest, dass man sie so einfach ersetzen kann. Also, los geht’s!

Kaffeefilter

Kaffee ist für viele ein Muss. Für mich zwar nicht – ich bin leidenschaftliche Teetrinkerin – aber ich wohne mit einem Kaffee-Liebhaber zusammen und, was soll ich sagen, man lernt schnell, dass Kaffee nicht verhandelbar ist 😛 .

Wie kann man also einen Kaffeefilter ersetzen? Momentmal! Wieso sollten man den überhaupt ersetzen wollen, der kann doch mit in den Biomüll?! Ja, das stimmt, aber auch zur Produktion der Filter gehen Ressourcen drauf, immer und immer wieder: Wasser, Energie, Rohstoffe. Das ist in meinen Augen nicht nachhaltig. Und die Alternative ist einfach und spart, wie fast alles was Mehrweg ist, auf lange Sicht Geld (Weil man eben nicht immer wieder Kaffeefilter kaufen muss).

Es gibt Kaffeefilter aus Plastik, Edelstahl oder Baumwolle, die wie normale Filter in die Kaffeemaschine eingesetzt werden können. Der Kaffeesatz kann später einfach in den Biomüll

wandern und der Filter mit Wasser gut ausgespült werden – fertig. Zero Waste Kaffeefilter aus Plastik

 

 

 

 

Plastik (so einen verwenden wir zu Hause): Kaffee-Dauerfilter – waschbär*

Baumwolle: Kaffeefilter aus Baumwolle – avocadostore

Edelstahl: Kaffeefilter Edelstahl – Amazon

Baumwoll- und Plastikfilter lassen sich problemlos in Kaffeemaschinen verwenden oder auch in einem Handfilter. Die Edelstahlfilter kommen meist mit eigenen Ständern. Weiter Infos zu Kaffee und Tee ohne Müll, findest du hier: Kaffee und Tee ohne Müll

Strohhalme

Strohhalme sind ein leidiges Thema. Sie sind wirklich schlecht für die Umwelt und alle paar Tage laufen mir Bilder oder Videos über den Weg in denen Tiere von diesen Dingern befreit werden müssen oder bereits durch diese gestorben sind. Unterwegs sind Strohhalme wirklich schwer zu vermeiden, selbst wenn man extra sagt: “Und bitte ohne Strohhalm.”. Ich habe es jetzt schon so oft erlebt, dass der Kellner vergisst es dem Personal mitzuteilen, dass die Drinks mixt und schwupps, hat man doch wieder ein Getränk mit Strohhalm…

Trotzdem kann man zu Hause leicht auf nachhaltige Alternativen umsteigen. Denn Strohhalme gibt es inzwischen auch aus Glas, Edelstahl oder Bambus. Diese kommen meist mit einer kleinen Bürste für die Reinigung oder können in der Spülmaschine mitgespült werden.Zero Waste Strohhalme aus Edelstahl

Hier gibt es die Alternativen:

Trinkhalme aus Glas – waschbär.de*

Edelstahl Strohhalme – avocadostore

Backpapier

Backpapier ist auch etwas, das echt leicht ersetzt werden kann, wenn man schon einmal davon gehört hat. Es gibt nämlich wiederverwendbare Backfolien oder Silikonmatten, die man auf die Bleche oder den Rost legen und anstelle des Papiers verwenden kann.

Mehrweg Backfolien (Plastik):

Silikon Backmatte – waschbär.de*

Dauerbackfolien – Amazon

An diesen finde ich besonders toll, dass sie nicht sehr dick sind. Man kann sie leicht per Hand oder auch in der Spülmaschine reinigen. Außerdem passen sich die Folien an Backformen an oder lassen sich zuschneiden. Ich packe immer eine Folie in die Kastenform, wenn ich Bananenbrot backe – das funktioniert hervorragend.

Tampons

Ja, als Frau ist man ziemlich auf Tampons angewiesen (es sei denn man verwendet Binden), obwohl diese schrecklich viel Müll verursachen. Und es bleibt nichts anderes als der Restmüll, da sie aus vielen verschiedenen Stoffen zusammengesetzt sind. Doch sogar dafür gibt es eine Alternative: die Menstruationstasse.

Menstruationstassen sind kleine Silikonbecher, die man sich einführen kann, bis zu 12 Stunden keinen Gedanken daran verschwenden muss, dann auf dem Klo entleeren und ausspülen und wieder einführen kann. Für mehr Informationen, schau mal hier: Menstruationstasse vs TamponZero Waste Menstruationstasse vs Tampon

Menstruationstasse: Menstruationstassen von Me Luna

Es gibt sehr viele Anbieter von Menstruationstassen, aber ich habe meine aus dem Shop, den ich dir hier verlinkt habe. Diese Marke gibt es inzwischen sogar bei DM!

Kronkorken

Biere mit Kronkorken können zwar nicht direkt ersetzt werden, aber es gibt viel gutes Bier da draußen, welches in einer Flasche mit Ploppverschluss kommt. Das macht nicht nur mehr Spaß beim öffnen, sondern man probiert auch mal was Neues aus. Natürlich ist mir bewusst, dass man das nicht immer kann. Wir hier in Darmstadt haben das Glück, dass die lokale Brauerei ein echt leckeres Bier macht, was in Flaschen mit Ploppverschluss kommt. Aber auch wir trinken ab und zu mal Bier mit Kronkorken, beispielsweise Craftbiere.

Gemüse aus der Dose

Dosen sind schwer zu recyceln, da sie innen meist noch mit einer Schicht Plastik versehen sind. Aber für viel Gemüse gibt es Alternativen im Glas oder getrocknet aus dem Unverpackt Laden. Das Glas ist zwar auch nicht zwingend Mehrweg (es sei denn man verwendet es als Trinkglas oder zum Einkaufen im Unverpackt Laden 😉 ), aber kann viel besser recycelt werden.

Batterien

Es ist super schwer auf Batterien zu verzichten. Man braucht sich für Computermäuse, den Wecker, kleine Küchengeräte und viele andere Dinge. Nicht unbedingt umweltfreundlicher, aber immerhin mehrfach verwendbar, sind Akkus eine gute Alternative. Diese bekommt man in Technikläden oder online und kann sie mit dem passenden Ladegerät immer wieder aufladen. Super einfach, super unkompliziert.

Akkus: Akkus AA – waschbär.de*

Akkuladegerät: Akkuladegerät – Amazon

Frischhaltefolie

Ich habe immer das Gefühl, als wäre Frischhaltefolien für viele Leute ein Muss. Als ob es nichts anderes und besseres gäbe, dass den Job des Frischhaltens erledigen könnte. Dabei sind die Alternativen so unglaublich einfach und auch noch vielseitiger. Überraschung: Teller und Dosen. Oder wer etwas trendiges haben will: Bienenwachstücher.

Für kurze Perioden wie einen halben Tag oder über Nacht, kann man problemlos einen Teller auf die Schalte mit dem Essen legen. Oder man gibt es für länger einfach in eine Dose. Das Gleiche gilt für angeschnittenes Obst oder Gemüse.

Wir verwenden oft Weckgläser für solche Dinge oder auch unsere Glas-Lock-Dosen. Aber auch alte Schraubgläser eignen sich hervorragend zur Aufbewahrung von allem Möglichen.

Wer aber nicht auf das Umwickeln verzichten will, dem seien Bienenwachstücher ans Herz gelegt.

Bienenwachstücher: Bienenwachstücher – waschbär.de*

 

Für weitere Infos kannst du dich auch mal in Shops umsehen, die sich Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben haben. Dazu habe ich bereits eine Liste: Plastikfrei einkaufen – Alle Onlineshops die du kennen solltest

Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Ausprobieren. Und falls du Fragen oder Probleme hast, dann schreib mir gerne 🙂 .

– Sarah

 

 

* Affiliate-Link. Keine Sorge, nichts böses nur eine Möglichkeit für mich ein bisschen was mit meinem Blog zu verdienen mit Produkten und Diensten, die ich toll finde. Für dich hat das keinerlei Nachteile.

Kategorie: Zero Waste

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Hi, ich bin Sarah. Ich mag gutes Essen, meinen kleinen Kräutergarten, Eulen und minimalistisches Design. Auf meinem Blog schreibe ich über Minimalismus und Zero Waste und gebe Tipps wie man Müll vermeiden und seinen Konsum nachhaltiger gestalten kann.

3 Kommentare

  1. Hey Sarah! Ich hab bei dir erstmals von reusable Backpapier gelesen – wie sind deine Erfahrungen damit, jetzt ein paar Monate später? Schaut die Folie noch immer ansehnlich aus, oder bleiben nach mehrerem Nutzen Verfärbungen zurück?
    Ich habe eine Weile mit einer Silikonmatte gearbeitet, war allerdings schon nach kurzer Zeit wirklich nicht mehr von der Matte überzeugt. Teilweise war die Matte an manchen Stellen dauerhaft „gebräunt“ und fing an zu reißen.
    Also sind die Folien wirklich langanhaltend oder eher eine nachhaltigere Alternative zu konventionellem Backpapier?
    Ich freue mich auf deine Antwort, liebe Grüße Kathrin

    • Hallo Kathrin,
      ich persönlich habe schon gute und schlechte Erfahrungen gemacht mit Dauerbackfolien. Die, die ich zuerst gekauft habe, waren sehr dünn und schnell ging eine davon kaputt. Die andere hat komischerweise bis heute überlebt. Danach habe ich aber nochmal andere ausprobiert und diese haben bis heute gut gehalten. Ich nehme sie teilweise auch um meine Kastenform auszulegen – sie sind also schon einigen Strapazen ausgesetzt. Das sind auch die, die ich oben im Beitrag verlinkt habe. Ja, kleinere Verfärbungen sind hier und da vorhanden, aber nichts wirklich großes. Ich persönlich bin mit ihnen sehr zufrieden und benutze sie jetzt schon seit über einem Jahr.
      Viele liebe Grüße,
      Sarah

  2. Pingback: 8 Fragen zum Unverpackt Einkaufen | MinimalWaste

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