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17 Dinge, die du nicht mehr kaufen solltest

Kategorie Minimalismus

Untertitel: Es gibt viel bessere Alternativen.

Ich zeige dir heute 17 Dinge, die du nicht mehr kaufen solltest. Und ich sage dir auch warum nicht. Denn eigentlich ist jedes dieser Produkte längst überholt oder es gibt einfach bessere Alternativen.

Natürlich geht es hierbei wie so oft auch um Nachhaltigkeit, aber eben nicht nur. Es geht viel mehr darum, was es wert ist, dass du dein hart verdientes Geld dafür ausgibst und was nicht. Natürlich entspricht die Liste nur meiner persönlichen Meinung. Aber vielleicht kann ich dich ja bei dem ein oder anderen Punkt überzeugen.

Das Nachhaltigkeits 101Zum Download

Im Nachhaltigkeits 101 habe ich die wichtigsten Tipps zusammen gefasst mit denen jeder starten kann.

Cover des PDF-Downloads 'Das Nachhaltigkeits 101'

Natürlich geht es hierbei wie so oft auch um Nachhaltigkeit, aber eben nicht nur. Es geht viel mehr darum, was es wert ist, dass du dein hart verdientes Geld dafür ausgibst und was nicht. Natürlich entspricht die Liste nur meiner persönlichen Meinung. Aber vielleicht kann ich dich ja bei dem ein oder anderen Punkt überzeugen.

1. Alles was Mikroplastik enthält

Mikroplastik ist ein großes Problem, dem viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es befindet sich in vielen Kosmetikprodukten und kann ungehindert in unsere Gewässer gelangen. Denn die Partikel sind so klein, dass sie kaum rausgefiltert werden können. Fische und andere Meerestiere nehmen die kleinen Teile dann zusammen mit dem Futter auf und am Ende landet das Plastik wieder auf unserem Teller.

Deshalb solltest du beim Einkauf darauf achten, Produkte mit Mikroplastik zu vermeiden. Helfen können dabei Apps wie codecheck.

2. Normale Kosmetik und Pflegeprodukte

Mit “normal” meine ich in diesem Fall Kosmetik, die immer noch an Tieren getestet wird. Während es in anderen Bereichen vielleicht zwingend notwendig ist, so ist das meiner Meinung nach bei Kosmetik nicht der Fall. Deshalb ist es an der Zeit, dass wir alle auf Naturkosmetik und/oder cruelty-free Kosmetik umsteigen.

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Inzwischen gibt es viele sogar große Marken, die auf Tierversuche verzichten: essence, BareMinerals, Dove, Lush, Urban Decay

Wichtig: vegan ist nicht gleich cruelty-free und umgekehrt! Produkte können zwar vegan, also ohne tierische Inhaltsstoffe sein, aber trotzdem an Tieren getestet worden sein. Genau so können cruelty-free Produkte tierische Inhaltsstoffe beinhalten.

Wenn du dir bei einer Marke nicht sicher bist, kannst du sie online unter crueltyfree.peta.org nachschlagen.

3. Kerzen aus herkömmlichen Wachs

Eine gute Alternative sind Sojawachskerzen. Denn das Wachs aus der Sojapflanze ist vegan und basiert auf einem nachwachsenden Rohstoff. Im Gegensatz dazu werden viele herkömmliche Wachse aus Erdöl hergestellt. Das ist natürlich nicht optimal für die Umwelt.

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Übrigens: Wer Sojaprodukte nutzt trägt nicht zwangsläufig zur Abholzung oder Rodung von Waldgebieten bei. Denn das meiste Soja (80%), das weltweit benötigt wird, wird tatsächlich zur Fütterung von Nutztieren, meist Rindern, verwendet.

Es ist also durchaus vertretbar auf Sojawachskerzen umzusteigen. Noch besser ist es natürlich, wenn du nachvollziehen kannst woher das Soja kommt. Weitere Infos zum Thema und Zertifikaten findest du unter WWF: Soja als Futtermittel.

4. Fast Fashion

Der Appeal von Fast Fashion ist durchaus klar: es ist günstig und folgt den neusten Trends. Doch inzwischen sollte klar sein, dass zwar nicht wir (die Käufer) einen hohen Preis zahlen, aber so ziemlich alle Menschen, die an der Produktion dieser Klamotten beteiligt sind.

Eine bessere Alternative sind nachhaltige Marken oder, wenn man es günstig mag und nicht von bekannten Marken weg will, secondhand einkaufen. Bekannt sind Plattformen wie zum Beispiel Kleiderkreisel, auf denen Klamotten zwischen Privatpersonen getauscht oder gekauft und verkauft werden können.

Es geht aber noch bequemer. Es gibt inzwischen einen großen Secondhand-Onlineshop hier in Deutschland: ubup.com*

In diesem Shop lässt es sich gemütlich secondhand Klamotten shoppen und du kannst sie auch wieder zurück schicken, wenn sie dir nicht passen oder gefallen. So ziemlich ein normaler Onlineshop, nur eben nicht Fast Fashion und trotzdem günstig.

5. Trendklamotten

Auch wenn es manchmal verlockend ist, nur nach den Trends zu shoppen ist unsinnig und du wirfst dein Geld praktisch zum Fenster raus. Ich kann durchaus verstehen, dass man sich in der Mode auch ausprobieren will, aber im Großen und Granzen ist man mit einer zeitlosen und auf den eigenen Geschmack angepassten Garderobe besser dran.

Es gibt aber auch Klamotten, die ihren eigentlich Zweck einfach nicht erfüllen: Schulterfreie Pullover oder Witnerjacken, die nur bis zur Taillie gehen (ernsthaft ich trage die Sachen doch um eben NICHT zu frieren!). Von solchen Dinge solltest du die Finger lassen.

Wenn du an so etwas wie einem Capsule Wardrobe interessiert bist, dann gibt es online viele Tipps dazu wie du dir deinen eigenen zusammen stellen kannst. Die Devise lautet hier: Investiere in wenige, gut ausgewählte Klamotten, die zu dir passen.

6. Taschentücher, Abschminktücher, Zewas

Für Taschentücher, Zewas, Abschminktücher und vieles mehr in dieser Kategorie gibt es einfach gute nachhaltige mehrweg Alternativen. Mehr will ich dazu gar nicht sagen, weil ich das schon so oft gemacht habe und verweise dich einfach an meine Liste an Alternativen: Über 100 Zero Waste Produkte und Alternativen

7. Alufolie, Frischhaltefolie, Backpapier

Gleiches Spiel wie beim letzten Punkt und diese Dinge kann man sogar noch einfacher ersetzen. Trotzdem nochmal die Liste: Über 100 Zero Waste Produkte und Alternativen

8. Fertigerichte

Fertiggerichte sind aus vielen verschiedenen Gründen keine gute Wahl. Oft enthalten sie viel zu viel Fett, Zucker und Salz. Oftmals glänzen sie auch nicht unbedingt mit dem Rest der Nährwertangaben. Außerdem sind sie im Verhältnis zum gleichen Gericht, aber selbst gekocht, einfach zu teuer. Und natürlich kommen sie mit viel unnötiger Verpackung, die du durch selber kochen ebenfalls vermeiden oder reduzieren könntest.

Wenn du also etwas Gutes für deinen Körper und deinen Geldbeutel und nebenbei auch noch die Umwelt tun willst, ist es eine gute Idee auf Fertiggerichte zu verzichten.

9. Flaschenwasser

Ich weiß, diesen Tipp liest man auf so gut wie jedem Blog, der sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt. Dafür ist der Umstieg von Flaschen- auf Leitungswasser sicher sehr sinnvoll. Aber ein weiterer guter Punkt ist, dass es wirklich viel Geld spart. Durch das Trinken von Leitungswasser anstelle von Wasser aus Flaschen kannst du im Jahr gute 360€ sparen. Deshalb bin ich schon vor einigen Jahren vollständig umgestiegen.

10. Neue Technikprodukte

Es gehört mittlerweile zum guten Ton jedes Jahr ein neues Smartphone zu kaufen. Das alte landet dann oft ungenutzt in einer Schublade oder wird entsorgt. Aber auch andere Elektrogeräte landen zur Genüge im Müll obwohl sie vielleicht noch funktionieren. Allein in Deutschland kommen so im Jahr rund 1,1 Millionen Tonnen Elektroschrott zusammen.

Natürlich sollte man, wenn ein Gerät wirkich kaputt ist, zumindest darauf achten es korrekt zu entsorgen, denn so gehen wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer nicht verloren. Alte Smartphones können auch bei vielen großen Technikanbietern und Mobilfunktanbietern zurück gegeben werden.

Wenn du aber etwas Neues brauchst, weil dir ein Gerät kaputt gegangen ist, dann ist es eine gute Idee es gebraucht zu kaufen. Oft bekommt man Geräte, die noch recht neu und auf dem aktuelle Stand der Technik sind, aber deutlich günstiger. Große Onlineshops, die solche Geräte anbieten sind zum Beispiel reBuy und refurbed.

11. Kugelschreiber

Ganz ehrlich, jeder von uns hat zu viele davon. Warum also noch mehr kaufen?!

12. Deko

Dekoartikel gehören zu den Dingen, die immer gerne im Einkaufswagen landen, obwohl man eigentlich etwas anderes kaufen wollte. Irgendwann hat man dann viel zu viel davon und es muss sowieso jedes Jahr etwas neues her.

Eine bessere Idee ist das Routieren von Dekorationen. Ich nutze zum Beispiel das was ich schon habe und tausche es öfter mal aus. Ich habe nie alles auf einmal im Einsatz, kombiniere Teile einfach anders oder stelle sie an einen anderen Platz. Das alleine sorgt schon für ein frisches Gefühl in der Wohnung.

13. Kästen und Körbe zur Organisation

Oft liegt das Chaos nicht daran, dass wir schlecht im Organisieren sind, sondern dass wir zu viel Zeug haben. Anstatt also immer mehr “Organisationshelfer” zu kaufen, solltest du erstmal ausmisten und gucken was du wirklich brauchst.

14. CDs und DVDs

Mit den vielen Streamingangeboten sehen ich heutzutage einfach nicht mehr die Notwendigkeit CDs und DVDs zu kaufen. Ich finde sie nehmen nur unnötig Platz weg.

Ich meine damit sinnlose Spielereien, die plözlich auftauchen und die jeder haben will, wie beispielsweise einen Fidget Spinner. Sicher ist es lustig solche Teile mal auszuprobieren, aber spätestens im nächsten Jahr liegen sie in der Ecke.

Sicherlich ist einmal hier keinmal, aber wenn es zu deiner Angewohnheit gehört solche Dinge zu kaufen, dann kann das schnell ins Geld gehen. Die Bereiche Mode und Technik habe ich ja schon angesprochen und eben auch dort gibt es solche Trenderscheinungen. Wenn du jedes Mal blind zuschlägst hast du irgendwann viel Müll zu Hause und ein leeres Portmonnaie.

16. Zeitung und Zeitrschriften

Ich lese gar keine Zeitung, sondern informiere mich Online oder gucke Nachrichten. Aber Zeitungen an sich stelle ich mir unpraktisch vor. Inzwischen gibt es fast jede Zeitung auch als digitale Version, oft sogar etwas günstiger. Dadurch kann man die Ausgaben viel besser ordnen, hat sie immer dabei und kann schnell etwas wieder finden.

Auch für Zeitschriften gibt es solche Angebote inzwischen. Ältere Ausgaben kann man sich sogar bei der Onleihe ausleihen. Bei interesse guck dir mal Angebote wie iKiosk an.

17. Notizbücher

Notizbücher sind fast wie Kugelschreiber. Irgendwie hat jeder zu viele davon und man bekommt auch immer mal wieder neue dazu. Darum solltest du sie einfach nicht selbst kaufen.

Wie du vielleicht schon gemerkt hast bin ich eh sehr für’s digitale zu haben. Das muss nichts für jeden sein, aber es hat halt seine Vorzüge. Als “digitales” Notizbuch könntest du sowas wie das Rocketbook verwenden. Digital steht hier in Anführungszeichen, weil es sich eigentlich um ein relativ normales Notizbuch handelt - du schreibst mit einem Stift auf Papier - aber du kannst es eben digitalisieren. The best of both worlds!

 

Das waren also 17 Dinge, die du meiner Meinung nach nicht mehr kaufen solltest. Lass mich gerne wissen was du davon hälst oder ob es noch andere Sachen gibt, von denen man die Finger lassen sollte.

Bis zum nächsten Mal,

- Sarah

 

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