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So kannst du ohne Plastik und Zero Waste einfrieren

Kategorie Zero Waste

Untertitel: 10 wiederverwendbare Alternativen für weniger Müll im Haushalt

Einfrieren ohne Plastik, das geht? Ja, tatsächlich, und zwar ziemlich gut. Ich schreibe diesen Artikel, weil es scheinbar immer noch viele gibt, die von dieser Idee bisher nichts mitbekommen haben oder schlicht einfach nicht wussten, dass es geht. Darum will ich hier Aufklärung betreiben und dir ein paar Tipps mit an die Hand geben, wie du damit anfangen kannst.

Das Nachhaltigkeits 101Zum Download

Im Nachhaltigkeits 101 habe ich die wichtigsten Tipps zusammen gefasst mit denen jeder starten kann.

Cover des PDF-Downloads 'Das Nachhaltigkeits 101'

Vorab schon mal eine Info: Der Grund warum in der Regel Plastik zum Einfrieren verwendet wird ist, dass Plastik recht flexibel ist. Somit hat das Material wenig Probleme damit, wenn sich Flüssigkeiten im gefrorenen Zustand ausdehnen. Glas ist natürlich starrer und kann dadurch im Gefrierschrank bersten. Das liegt aber nicht am Glas selbst, sondern an einem zu vollen Glas. Wenn der Inhalt sich bei Gefrieren ausdehnt und nicht genug Platz hat, dann muss das Glas eben dran glauben. Die Lösung: Immer eine gute Menge Luft im Glas lassen! Das ist etwas, das du beachten solltest.

1. Alte Konservengläser zum Einfrieren

Einfach und günstig. Hebe Konservengläser von Marmelade, Saucen oder eingelegtem Gemüse auf und nutze sie, um darin Lebensmittel einzufrieren. Je nach Größe des Glases kann es natürlich für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Kleinere Gläschen eignen sich eher für Sauce, Dips und Babynahrung, größere Gefäße eher für Essenreste oder Vorgekochtes.

2. Glas- oder Edelstahldosen statt Tupper

Die klassische Tupperdose ist uns allen bekannt. Leider ist diese aber auch bekanntlich nicht plastikfrei. Darum kannst du auf Alternativen wie Glas- oder Edelstahldosen zurück greifen. Wir haben beides zu Hause. Dabei sind aber vor allem die Glasdose ein sehr guter Ersatz für Tupper, da sie Deckel mit einer guten Dichtung haben. Zugegeben sind die Deckel aus Plastik. Diese kommen aber meist nicht direkt mit dem Essen in Berührung. Eine Auswahl an Aufbewahrungsdosen findest du im Avocadostore: Aufbewahrungsdosen kaufen*.

3. Stasher Bags als Alternative zu Gefrierbeuteln

Es gibt tatsächlich eine Alternative zum gemeinen Gefrierbeutel: Den Stasher Bag (durchaus auch unter anderem Namen zu finden). Es handelt sich dabei um Beutel, die aus besonders langlebigen Silikon gemacht sind und so selbst Spülmaschinen und Mikrowellen aushalten ohne Stoffe an die Umgebung abzugeben. Außerdem sind sie frei von allen gängigen Schadstoffen. Zwar nicht komplett plastikfrei, aber ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung, vor allem was Zero Waste angeht.

4. Im Stoffbeutel einfrieren

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Wir kaufen unser Brot eigentlich immer gleich im eigenen Stoffbeutel. Das ist praktisch und wir vermeiden Müll. Außerdem können wir es dann einfach zu Hause in den Gefrierschrank packen ohne uns weiter Gedanken machen zu müssen. Und das funktioniert sehr gut. Wir machen das schon seit einigen Jahren und das Brot hält sich sehr gut für bis zu 2 Wochen. Länger solltest du es so aber nicht aufbewahren, sonst bekommt es Gefrierbrand.

5. Einfrieren in Papier oder Karton

Selbst im Papier kann man einfrieren. Das eben angesprochene Brot kannst du statt in einem Stoffbeutel auch einfach im Papierbeutel einfrieren, Brötchen natürlich ebenso. Aber es gibt auch vieles im Gefrierfach, was nur im Karton statt im Plastikbeutel kommt. So zum Beispiel Beerenmischungen, Erbsen oder Frühlingsrollen. Diese kannst du dann nach dem Einkauf einfach zu Hause wieder einfrieren. Und nebenbei vermeidest du auch noch Plastikmüll. Yes!

6. Der Eiswürfelbehälter

Ein Eiswürfelbehälter ist ein sehr vielseitig einsetzbares Gerät. Du kannst darin nicht nur Eiswürfel machen, sondern auch Saucen, Dips oder Kräuter mit etwas Wasser oder Öl einfrieren. Babynahrung, Smoothies, Teig, Kaffee oder Milch sind weitere Ideen.

7. Das Wachspapier

Eine Methode mit der ich bisher noch keine Erfahrung gemacht habe, ist das Einfrieren in Wachspapier. Aber ähnlich wie beim Stoffbeutel oder dem Papier wird auch das, denke ich, gut funktionieren. Ich habe dazu schon einige Beispiele online gefunden. Auch hier ist aber zu beachten, dass das Lebensmittel nicht fest verschlossen ist und die Haltbarkeit sich daher eher auf ein paar Wochen beschränkt. Immerhin perfekt um den restlichen Käse vom Tapas-Abend einzufrieren. Wachstücher kaufen*.

8. Einfrieren ohne alles

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Dass geht, wenn du ganze Lebensmittel einfrieren willst wie beispielsweise Bananen, anderes Obst oder auch bestimmte Gemüsesorten. Diese kannst du einfach so in den Gefrierschrank tun, vor Gefrierbrand geschützt werden sie von ihrer Schale.

9. Eine Erwähnung: Die Tupperdose

Ja, ich weiß, das ist keine plastikfreie Alternative, aber trotzdem erwähnenswert. Schließlich ist das, was du schon zu Hause hast etwas Wert und sollte nicht einfach so im Müll landen. Wenn es dir also primär um die Umwelt geht, dann verwende ruhig die alten Tupperdosen zum Einfrieren. Ebenso gut sind auch Dose von Gummibärchen. Diese kann man sogar in der Spülmaschine reinigen.

10. Beispiele zum Einfrieren

  • Biomüll: Wir habe eine große Metallschale im Gefrierschrank und sammeln unseren Biomüll darin. Dadurch stinkt er uns nicht die Wohnung voll. Wenn wir ihn rausbringen, lassen wir alles 10 Minuten antauen. Dadurch lässt sich der Müll einfach und sauber rauslösen.
  • Reste von Saucen oder Dips im Eiswürfelbehälter
  • Lebensmittel mit niedrigem MHD
  • Gemüsereste: Wir frieren unsere Gemüsereste ein, um später Brühe daraus zu kochen.
  • Kleingehackte Kräuter
  • Früchte zum Verwendem in Smoothies
  • Vorgekochtes in passenden Portionen
  • Brot: Brot kann gleich in Scheiben eingefroren und dann im Toaster wieder aufgetaut werde. Auch Brötchen kann man einfrieren und dann wieder im Backofen aufbacken.

So, das waren meine Tipps. Wenn du mehr hast, lass es mich gerne wissen. Bis zum nächsten Mal,

- Sarah

 

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