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Selbstgemachte Badepralinen ganz ohne Verpackung

Mit nur vier Zutaten zu einem müllfreien Badeerlebnis

Selbstgemachte Badepralinen ganz ohne Verpackung

Badebomben sind in der Regel die Alternative, wenn man auf müllfreien Badezusatz umsteigen will. Allerdings sind diese meist ziemlich teuer und man bekommt sie auch nicht überall. Deshalb habe ich zu Anfang des Jahres beschlossen zu lernen, diese selbst zu herzustellen. Hier das Ergebnis.

Vorher habe ich Badebomben meistens bei Lush gekauft. Mit 7€ das Stück sind mir diese für das regelmäßige Baden aber wirklich zu teuer, selbst wenn man eine Badebombe für vier Bäder nutzen könnte. Also ein guter Punkt, um mal etwas selbst zu machen.

Ein ähnliches Rezept habe ich übrigens schonmal auf EcoYou als Gastbeitrag veröffentlicht. Ich habe dieses aber nochmal etwas überarbeitet.

Die Zutaten

Ich habe ein bisschen recherchiert und mir viele unterschiedliche Rezepte angeguckt und dann mein eigenes zusammengestellt und natürlich schon vorweg ausprobiert. Außerdem sollte ein Großteil der Badepralinen diesmal ein Geschenk werden, weshalb ich mir natürlich besonders viel Mühe gegeben habe.

Für ca. 10 bis 12 Badepralinen brauchst du:

  • 70g Kakaobutter
  • 250g Natron
  • 125g Zitronensäure
  • 75g Speisestärke

Kakobutter sowie Speisestärke sorgen dafür, dass alles zusammen hält, wobei die Kakaobutter auch sehr pflegend für die Haut ist und natürlich super riecht.

Natron neutralisiert Gerüche und reinigt. Die Zitronensäure reagiert bei Kontakt mit Wasser mit dem Natron und so entsteht ein Sprudeln. Diese Kombination sorgt also mehr oder weniger dafür, dass sich die Badepraline besser auflöst. Diese beiden werden übrigens auch gemeinsam als Brausepulver eingesetzt.

Zutaten der Badepralinen

Diese vier Zutaten kannst du natürlich mit beliebigen Düften zusammenmischen. Ich habe mich diesmal für Lavendel entschieden, also einige Tropfen Lavendelöl und einige Blüten.

Was hast du schon an Kosmetika selbst gemacht und warst du damit erfolgreich? Lass mir doch einen Kommentar da. Und wenn du meine Posts gut findest und mich gerne unterstützen würdest, dann schau doch mal auf Patreon vorbei.

Die Zubereitung

Zuerst solltest du dich um die Kakaobutter kümmern. Diese muss nämlich über einem Wasserbad geschmolzen werden. Das ist nicht aufwendig, kann aber einen kleinen Moment dauern. Zwischendurch immer mal wieder umrühren, dann geht es schneller.

In der Zwischenzeit mische die trockenen Zutaten Natron, Zitronensäure und Stärke in einer Schüssel zusammen.

Wenn die Kakaobutter vollständig geschmolzen ist, kannst du sie dazu geben und alles gut verrühren und verkneten bis eine homogene Masse entsteht.

Tipp: Wahlweise kannst du für mehr Abwechslung auch einen Teil der Kakaobutter durch Kokosöl ersetzen.

Gibt erst jetzt deine restlichen Zutaten hinzu. Das ist wichtig, damit deine Blüten oder andere Zusätze nicht zu sehr zerdrückt werden. Beim Öl habe ich ungefähr 10 Tropfen verwendet. Das hängt aber ganz vom persönlichen Geschmack ab. Ich persönlich mag es eher dezenter.

Beim letzten Mal habe ich Zitronenöl und einen Zitronentee verwendet, den ich im Unverpackt Laden gekauft hatte. Auch eine interessante Kombination wäre Matcha und grüner Tee, sodass die Badepralinen am Ende grün sind. Oder man nimmt Orangenöl und -schalen für die Weihnachtszeit. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wenn du alles zusammen gemischt hast, kannst du daraus die kleinen Kugeln formen. Letztes Mal habe ich diese recht groß gemacht. Diesmal sind sie kleiner geworden, was ich besser finde, da das Badewasser dann nicht so extrem ölig ist. Forme also 10 bis 12 Kugeln daraus. Sie sollten ungefähr so groß sein wie Tischtennisbälle, tendenziell etwas kleiner.

Danach solltest du sie auf einen Teller legen und an einem trockenen Ort ruhen lassen, bis sie fest geworden sind. Das kann ein paar Stunden dauern, aber danach sind sie sofort einsatzbereit.

Aufbewahrt werden sollten die Badepralinen am besten in einem verschlossenen Glas, damit sie keine Feuchtigkeit abbekommen. Über die Haltbarkeit kann ich noch nicht viel sagen, dass sollte man ausprobieren. Einige Monate sind aber auf jeden Fall drin.

Anwendung

Badewasser aufdrehen, Badepraline ins Wasser geben und fertig. Du solltest nur darauf achten, dass du die Badepraline gleich zu Beginn mit ins Wasser gibts, damit sie sich auch gut auflöst. Durch die feste Struktur brauchen sie dadurch evtl. etwas länger als das bei normalen Badebomben der Fall ist.

Außerdem handelt es sich hierbei eher um ein Ölbad. Das ist super gut für die Haut, aber deine Badewanne solltest du deshalb nach dem Baden nochmal mit heißem Wasser ausspülen.

Die fertigen Badepralinen

Kosten

Ich interessiere mich ja immer sehr für die Kosten und mein primärer Beweggrund für dieses DIY waren ja auch selbige. Deshalb habe ich hier für dich (und für mich) mal ausgerechnet, wie es mit den Kosten für die Badepralinen aussieht.

Für die Zutaten habe ich für 100g im Unverpackt Laden folgendes bezahlt:

  • Kakaobutter, 1,80€
  • Natron, 0,49€
  • Zitronensäure, 1,30€
  • Stärke, 0,50€

Wenn wir das auf die Menge der einzelnen Zutaten, die wir für das Rezept brauchen runter brechen, kommen wir auf Folgendes:

  • Kakaobutter, 1,80€ * 0,7 = 1,26€
  • Natron, 0,49€ * 2,5 = 1,23€
  • Zitronensäure, 1,30€ * 1,25 = 1,63€
  • Stärke, 0,50€ * 0,75 = 0,38€

Und damit kommen wir auf Gesamtkosten von 4,50€ für 10 bis 12 Badekugeln, was einen Einzelpreis von 0,38€ bis 0,45€ ergibt. Das ist eine enorme Ersparnis, selbst wenn man eine normale Badebombe für vier Bäder verwendet (pro Bad wären das hier 1,75€).

Fazit

Ich persönlich bin sehr zufrieden mit den Badepralinen. Ich hatte mir für dieses Jahr vorgenommen Badebomben selbst zu machen, da ich regelmäßig Bade und diese aber recht teuern sind. Ich habe jetzt einen guten Ersatz gefunden, der sehr günstig ist und sich super schnell zusammen mischen lässt. Und, ach ja, hatte ich schon erwähnt, dass man sie auch gut verschenken kann?!

Noch mehr zum Thema Zero Waste im Bad, findest du hier:

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Lass mich auf jeden Fall wissen, ob du die Badepralinen ausprobiert hast und wie du sie findest. Bis zum nächsten Mal,

- Sarah

Autor Sarah Lettmann

Sarah Lettmann

Hi, ich bin Sarah. Hier auf MinimalWaste schreibe ich über Zero Waste und Minimalismus und gebe Tipps wie man sein Leben nachhaltiger gestalten kann. Mehr über Sarah Lettmann.