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Veganes Sushi selber machen

Kategorie Nachhaltigkeit | Kategorie Veganismus

Untertitel: Die leckeren Rollen günstig zu Hause zubereiten

Nachdem ich mal auf Instagram ein paar Fotos von unserem selbst gemachten veganen Sushi rausgehauen hatte, gab es schnell eine Nachfrage nach einem Rezept. Dem komme ich sehr gerne nach.

Das Nachhaltigkeits 101Zum Download

Im Nachhaltigkeits 101 habe ich die wichtigsten Tipps zusammen gefasst mit denen jeder starten kann.

Cover des PDF-Downloads 'Das Nachhaltigkeits 101'

Ich bin ein riesiger Sushi-Fan, bislang aber eher von der herkömmlichen Variante mit Fisch. Diese mag ich auch immer noch sehr gerne. Aber seit wir vor ein paar Jahren in Berlin veganes Sushi probiert hatten, waren mein Freund und ich überzeugt. Und seitdem haben wir es auch schon ein paar Mal zu Hause gemacht.

Die Grundlagen

Zuerst möchte ich dir die Grundlagen zeigen. Also: Was für Reis braucht man und wie bereitet man ihn zu? Und wie rollt man das Sushi dann? Und natürlich was du alles für Zutaten und Ausrüstung brauchst.

An besonderer Ausrüstung brauchst du nicht viel. Das Einzige, dass du dir vielleicht kaufen musst, ist eine Sushi-Matte. Diese gibt es aber recht günstig bei Rewe, teegut oder im Asiamarkt.

Für Sushi wird normalerweise Rundkornreis verwendet. Du musst also keinen speziellen Sushireis kaufen. Ich kann dir aber auch aus Erfahrung sagen, dass du Sushi selbst mit Basmatireis machen kannst. Ich habe auch schon gesehen, dass Leute Quinoa verwendet haben. Der Kreativität sind hier also keinen Grenzen gesetzt.

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Das was etwas kniffelig ist und etwas Übung braucht, ist das richtige Rollen. Dazu kommen wir aber später.

Außerdem brauchst du (jenachdem ob du das magst) Wasabi und Sojasauce und natürlich Stäbchen. Wir nehmen als Schälchen für die Sojasauce immer unsere Eierbecher, weil die die perfekte Größe haben.

Das Rezept

Das Rezept umfasst die Zubereitung vom Reis sowie das Rollen und zwei unterschiedliche Varianten für die Sushi-Rollen. Wir machen eine Füllung mit Süßkartoffel und eine mit Roterbeete - von dieser bin ich ein besonders großer Fan!

Für insgesamt 12 Rollen brauchst du:

  • 12 Noriblätter
  • 450g Reis
  • Reisweinessig
  • Wasabi
  • Sojasauce

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12 Rollen sind übrigens schon eine ganze Menge. Aber wenn wir schon mal Sushi machen, dann soll es sich auch lohnen. Und so haben wir 2 bis 3 Tage etwas davon. Du kannst die Menge natürlich auch runter rechnen.

Das Gemüse ist zudem grob überschlagen, weil es unterschiedlich ausfallen kann wie viel du in die Rollen füllst. Außerdem ist eine Süßkartoffel auch keine feste Maßeinheit …

1 Variante:

  • 1 Süßkartoffel
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1/2 Avocado
  • Sirarcha-Mayo

2 Variante:

  • 1-2 Rotebeeten
  • 1 rote Paprika
  • 1/2 Gurke
  • 1 Karotte
  • 1/2 Avocado
  • Mayo

Zuerst solltest du den Reis kochen, da dieser noch abkühlen sollte. Das ist etwas was du einfach morgens oder am Tag vorher vorbereiten kannst. Den Reis kochst du am besten mit der Tassen-Methode, das heißt auf eine Tasse Reis kommen 2 Tassen Wasser. Dann gibst du noch einen gestrichenen Esslöffel Salz und einen gestrichenen Esslöffel Zucker dazu. Der Reis muss für ca. 20 Minuten kochen.

Wenn der Reis fertig gekocht und abgekühlt ist, dann kannst du einen Teelöffel Reisweinessig dazu geben und alles gut durchmischen.

Was du auch vorher vorbereiten solltest, sind die Süßkartoffel und die Rotebeete. Diese solltest du gut waschen und mit Schale für eine Stunde bei 180°C Umluft in den Backofen gegeben. Die Schale an ein paar Stellen mit einer Gabel einstechen.

Links eine Schale mit Streifen von Frühlingszwiebeln, Paprika und Möhren, rechts ein Teller mit Rotebeete, Süßkartoffel und einer aufgeschnittenen Avocado.
Das aufgeschnittene Gemüse. Ja, in diesem Bild fehlt die Gurke ...

In der Zwischenzeit kannst du auch schon das Gemüse in Streifen schneiden. Die Streifen sollten relativ dünn sein, da wir ja alles irgendwie in die Sushi-Rolle bekommen wollen.

Für die Sirarcha-Mayo kannst du einfach etwas vegane Mayo mit etwas Sirarcha vermischen.

Das Rollen

Jetzt geht es ans Eingemachte. Der Reis ist vorbereitet, das Gemüse geschnitten. Was du jetzt noch brauchst ist die Sushi-Matte und eine Schale mit einer Mischung aus Wasser und Reisweinessig. Wasch dir gut die Hände und dann kann es los gehen.

Die Sushimatte legt du vor dich, sodass die Streben horizontal verlaufen. Darauf legst du ein Noriblatt mit der glänzenden Seite nach unten.

Eine Sushi-Matte mit einem Nori-Blatt darauf.

Tauche deine Finger in die Schale mit Wasser und verteile die Mischung auf deinen Händen. Dadurch bleibt der Reis nicht so schnell an deinen Händen kleben.

Nimm etwas Reis und verteile ihn über die untere Hälfte des Noriblatts. Achte darauf, dass du ihn zwar fest drückst, aber nicht zu brutal bist. Die Noriblätter sollen schließlich nicht reißen. Wenn sie das am Anfang doch ab und zu mal tun, dann ist das auch nicht super dramatisch. Mit der Zeit wird das besser.

Wenn du den Reis verteilt hast, dann ist es Zeit die Sushi-Rolle zu befüllen. Mein Tipps hier ist: Packe die Mayo und die Avocado nach unter und dann das feste Gemüse darüber.

Nori-Blätter mit Reis und Gemüse darauf.
Die belegten Nori-Blätter. Links mit Süßkartoffel, rechts mit Rotebeete. Mach nicht meinen Fehler. Avo und Mayo gehören nach unten.

Wenn du alles platziert hast, dann geht es nun ans Rollen. Dazu nimmst du das untere Ende der Sushi-Matte und versuchst vorsichtig das Sushi zu rollen. Dabei ist es finde ich hilfreich das Gemüse mit den Fingern etwas festzuhalten. Deshalb ist es auch gut, wenn etwas festes oben liegt, dann hast du am Ende nämlich nicht die ganze Mayo und Avo an den Händen.

Wenn du das Sushi einmal überschlagen hast, dann drücke die Rolle einmal etwas mit beiden Hängen fest und checke dann ob du sie richtig geschlossen hast. So kannst du zur Not nachjustieren. Wenn alles gut ist, kannst du die Rolle fertig rollen.

Die fertigen Sushi-Rollen auf einem Brett. Darunter liegt ein Messer.
Die fertigen Sushi-Rollen.

Ist die Rolle fertig, kannst du sie in kleine Sushis schneiden. Dazu solltest du ein gutes Messer nehmen und dieses ebenfalls mit der Mischung aus Wasser und Reisweinessig befeuchten, damit es sauber durch die Sushi-Rolle gleitet. Die Sushi-Rolle einmal in der Mitte halbieren, beide Ende zusammen legen und in gleichmäßig große Stücke schneiden.

Ach ja: Die Enden von Sushi-Rollen sind übrigens praktisch immer unsauber, also mach dir nichts draus :)

Das Essen

Um Sushi zu genießen ist es natürlich eine gute Idee Stäbchen, Wasabi und auch Sojasauce da zu haben. Auch das sind alles Dinge die man in jedem Asialaden und inzwischen auch vielen Supermärkten bekommt.

Wasabi verteilt man am besten mit dem Stäbchen in kleinen Mengen oben auf dem Sushi. Dann kann man das Sushi mit der unteren Seite zuerst in Sojasauce tauchen.

Die in Sushis geschnittenen Sushi-Rollen auf einem Brett.

Ich hoffe du hast jetzt Lust mal selber veganes Sushi zu machen. Lass mich gerne wissen wie es geworden ist oder welche Kombinationen du für dich entdeckt hast.

Bis zum nächsten Mal,

- Sarah

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