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Zero Waste Gemüsebrühe selber machen

Kategorie Zero Waste | Kategorie DIY

Untertitel: So nutzt du deine Lebensmittelabfälle besser

Richtig gute Gemüsebrühe kann man sehr einfach selber machen. Es sind nur wenige Schritte und das Ergebnis ist wirklich gut und sehr lecker. In diesem Post will ich dir zeigen, wie du Gemüsebrühe leicht selber machen und so deine Lebensmittelabfälle weiter reduzieren kannst. Wie gesagt geht das relativ einfach und schnell und man kann es leicht mal nebenbei machen.

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Im Nachhaltigkeits 101 habe ich die wichtigsten Tipps zusammen gefasst mit denen jeder starten kann.

Cover des PDF-Downloads 'Das Nachhaltigkeits 101'

Wir machen unsere Gemüsebrühe nicht ausschließlich selbst, dafür verbrauchen wir einfach zu viel davon. Aber immer wieder, wenn es sich ergibt, kochen wir unsere eigene und verwenden sie dann vor allem in Eintöpfen und Suppen.

Vor der Gemüsebrühe

Bevor wir Gemüsebrühe machen können, brauchen wir erstmal Gemüse. Wir haben damit ursprünglich angefangen, weil wir neugierig waren und wir unsere Gemüsereste noch irgendwie sinnvoll verwerten wollte. Denn tatsächlich schmeißt man oft sehr viel Gutes weg.

Wir haben also immer ein paar Dosen rumstehen und wenn wir kochen, packen wir die geeigneten Abschnitte in diese Dosen und frieren sie danach ein. Die Dosen füllen wir immer weiter bis diese und auch unser Gefrierfach voll sind. Dann ist es Zeit, alles zu Brühe zu Verarbeiten.

Abschnitte, die sich für Brühe eignen:

  • Zwiebelenden
  • Blätter von Möhren, Kohl, Radieschen
  • Strünke von Blumenkohl oder Brokkoli
  • Kerngehäuse von Äpfeln
  • Enden von Zucchini, Möhren, Gurken, Paprika
  • Abschnitte und Schalen von Kartoffeln, Karotten, Kohlrabi
  • Schalen und Blätter von Sellerie und Petersilienwurzel
  • Reste von Kräutern wie Petersilie
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Wichtig ist, dass du alles vor dem Einfrieren gut abwäschst, weil du es ja noch weiter verarbeiten willst.

Die Dosen mit den Gemüseresten tauen auf der Arbeitsfläche auf.
Die Dosen mit den Gemüseresten müssen auf der Arbeitsfläche erstmal auftauen.

Die Reste für diese Gemüsebrühe bestanden bei uns unter anderem aus Strünken von Blumenkohl und Brokkoli, Stile von Grünkohlblättern, Erbsenhülsen, Zwiebelenden, Zucchini- und Karottenabschnitten und Schale, Enden von Sellerie und Petersilienwurzel und Abschnitte von Lauch.

Zero Waste Gemüsebrühe selber machen: So geht’s

Wenn nun also der Tag gekommen ist, an dem du Brühe machen willst, musst du zuerst alles auftauen lassen. Zumindest zu einem guten Stück. Es ist nicht schlimm, wenn manche Stellen noch gefroren sind.

Dann gibst du alles in einen ausreichend großen Topf und füllst so lange mit Wasser auf, bis das Gemüse gerade so bedeckt ist. Wenn du magst, kannst du auch noch etwas Salz hinzugeben. Ich bevorzuge meine Brühe pur.

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Dann stellst du alles auf den Herd und lässt es bei mittlere Hitze eine gute Stunde vor sich hin kochen.

Die Gemüsereste in unserem größten Topf, aufgefüllt mit Wasser.
Lieber etwas weniger Wasser als zu viel in den Topf geben.

Wenn die Stunde vergangen ist, solltest du beobachten können, dass sich das Wasser in eine bräunliche Flüssigkeit verwandelt hat - das ist unsere selbst gemachte Gemüsebrühe.

Jetzt nimmst du dir am besten einen großen Behälter (wir haben hier unsere Schale für den Biomüll genommen) und eine Schaumkelle und nimmst damit das Gemüse aus der Brühe. Danach sollten nur noch ein paar kleinere Reste drin sein. Um die kümmern wir uns als nächstes.

Der Topf mit der gekochten Zero Waste Gemüsebrühe mit einer Schaumkelle darin. Daneben der Abfallbehälter.
Mit der Schaumkelle lassen sich leicht die großen Stücke entfernen.

Nimm dir nun ein anderes Gefäß wie einen Topf oder eine Schale. Dieses sollte ebenfalls groß genug sein, denn wir wollen die Brühe nun umkippen. Dazu benutzt du ein Sieb und kippst die Brühe mitsamt der Gemüseabschnitte hindurch in das andere Gefäß. Da wir die großen Reste schon rausgeholt haben, geht das nun recht mühelos.

Das Sieb mit den letzten abgefangenen Resten an Gemüse.
Das Sieb filtert die letzten kleinen Abschnitte raus.

Jetzt solltest du im Idealfall eine Brühe ohne Gemüse drin haben. Wenn du kein Sieb hast, dass fein genug ist, dann nimm zusätzlich ein Tuch zur Hand. Bei uns sind bei diesem Durchgang etwas 2 Liter Brühe herausgekommen.

Die fertige Brühe kannst du nun in Gefäße deiner Wahl abfüllen. Praktisch dafür sind ein Trichter und eine Kelle. Danach solltest du sie gut abkühlen lassen, bevor du sie einfrierst.

Die abgefüllte Zero Waste Gemüsebrühe in einer alten Haribo-Box und einem Schraubglas.
Die abgefüllte Gemüsebrühe, fertig für das Gefrierfach.

Denk auch daran gerade bei Glas genügend Luft im Gefäß zu lassen, damit sich die Flüssigkeit beim Gefrieren ausbreiten kann.

Die fertige Gemüsebrühe kannst du nun bei Bedarf auftauen und in Suppen, Eintöpfen und anderen Gerichten verwenden.

Wenn du deine Gemüsebrühe vor allem aus Kohlresten oder aus Resten von Wurzelgemüse kochst, dann wird sie relativ kräftig. Somit eignen sich sich besser für deftige Eintöpfe und Suppen, weniger für asiatische oder mediterrane Gerichte.

Haltbarkeit

Ehrlich gesagt hält sich die Brühe nie sehr lange bei uns, deshalb weiß ich nicht wie lange sie haltbar ist. Aber es sind keine tierischen Produkte enthalten und die Brühe ist eingefroren, also kann man schon mindestens ein Jahr ansetzen, wahrscheinlich sogar länger.

Wenn du viel einfrierst und auch viel Gemüsebrühe machst, dann schreib am besten das Datum mit auf den Behälter.

 

Ich hoffe du hast jetzt Lust bekommen auch mal Gemüsebrühe selbst zu machen. Ich finde das ist ein einfacher weg, mehr aus seinen Lebensmitteln zu machen und diese ein bisschen mehr zu wertschätzen. Schließlich gehen für Schalen, Enden und Blätter auch Ressourcen wie Wasser und Energie drauf.

Wir sehen uns im nächsten Beitrag,

- Sarah

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