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Zero Waste Lifestyle: Die 9 besten Tipps für Anfänger

Kleine Veränderungen, die einen großen Effekt haben

Zero Waste Lifestyle: Die 9 besten Tipps für Anfänger

Ich liebe den Zero Waste Lifestyle und würde nie wieder zurück gehen wollen. Doch wenn man gerade erst anfängt, kann das alles sehr überwältigend sein. Es gibt inzwischen massig Informationen da draußen, was man alles machen kann und wozu es Alternativen gibt. Ich will dir heute ein paar Tipps für den Anfang geben, damit du gleich viel Plastik und unnötigen Verpackungsmüll sparst. Hier sind meine 9 besten Tipps für Anfänger.

1. Analysiere deinen Müll

Das wichtigste zu erst. Guck dir deinen Müll an und ich sag dir was du vermeiden solltest. Das funktioniert wirklich so, denn daraus was du wegschmeißt kannst du ganz einfach ableiten, welche Dinge du reduzieren oder für was du eine Alternative brauchst. Mein Tipp: Such dir ein oder zwei Dinge raus, die du am häufigsten in deinem Mülleimer findest und ersetze sie. Das können sein: Nudel- oder Chipstüten, Tetrapacks, Eierkartons, Tüten vom Bäcker oder Ähnliches.

Alte Gummies und Korken

Obwohl mein Freund und ich das schon eine ganze Weile machen, gehe auch ich zwischendurch hin und schau mir unseren verbliebenen Müll genauer an. Es ist ja schließlich immer Platz nach oben. Bei uns habe ich vor geraumer Zeit festgestellt, dass wir unheimlich viele Papiertüten von Obst und Gemüse hatten. Damit meine ich diese braunen in denen Sprossen oder auch Tomaten verpackt werden, damit sie nicht beschädigt werden. Also habe ich mich für eine Alternative enschieden: Gemüsenetze aus Stoff. Und wenn sich eine Tüte nicht gut vermeiden lässt, so wie bei Erdbeeren, dann nehme ich einfach die schon benutzten Papiertüten wieder mit und verwende sie nochmal.

Obsttüten vom Markt

Dadurch, dass du auf deinen Müll achtest, kannst du ganz schnell sehr viel davon einsparen. Und du kannst Stück für Stück vorgehen und musst dich nicht allem gleichzeitig widmen.

2. Trinke Leitungswasser

Ja, ich weiß. Das ist der wohl häufigste Tipp, den man im Internet findet. Das liegt daran, dass es ein sehr guter Tipp ist. Das Leitungswasser in Deutschland hat eine sehr gute Qualität und wird streng kontrolliert. Dabei wird diese Qualität sogar durch eine Verordnung geschütz, die Trinkwasserverordnung (die wir übrigens dank der EU haben). Dort ist festgehalten, “dass das Trinkwasser nicht nur an der Übergabestelle ins Haus, sondern auch in der Trinkwasserinstallation bis zum Wasserhahn einwandfrei sein muss. Entsprechend müssen auch Hauswasserleitungen durch die Vermieter saniert werden.”, (Wikipedia: Leitungswasser).

Wasser aus dem Hahn

Das Trinken von Leitungswasser ist also in neueren Häusern kein Problem. Wenn du in einem älteren Gebäude wohnst, dann informiere dich vorher zur Sicherheit bei der Hausverwaltung, man weiß ja nie und better save than sorry. Auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit kannst du dich noch weiter zum Thema Trinkwasser informieren. Dort findest du auch die vollständige Trinkwasserverordnung.

Ein weiterer Vorteil von Leitungswasser ist: Du kannst immer deine eigenen Flasche dabei haben und sie unterwegs auf Toiletten oder Gaststätten auffüllen. Das ist sehr praktisch und spart auch den ein oder anderen Euro. In Was kostet Zero Waste im Haushalt? habe ich das mal ausgerechnet. Über ein ganzes Jahr hinweg kommen da gut und gerne 360€ zusammen, die man sich sparen kann. Leitungswasser ist nämlich sau günstig. Für einen Liter aus dem Hahn bezahlst du um die 0,002€, wohingegen Flaschenwasser von Discounter bereits 0,33€ pro Liter kostet.

Eigene Flasche mitnehmen

Und falls du jetzt meinst: “Das ist ja alles schön und gut, aber ich mag stilles Wasser nicht wirklich, ich trinke lieber Sprudelwasser”. Tja, auch dann kann ich dir Leitungswasser empfehlen, denn das kannst du einfach mit einem SodaStream sprudeln. Und falls du auch mal etwas anderes trinken willst, als nur Wasser, gibt es inzwischen viele verschiedene Sirups von unterschiedlichen Marken, auch im Glas, die du zusammen mit dem aufgesprudelten Wasser und leckeren Schorlen oder sogar Cola mischen kannst.

Das soll keine Werbung sein und ist auch keine. Wir haben so ein Ding schon seit zwei Jahren zu Hause und es ist eine nette Ergänzung, besonders wenn Gäste da sind, die nicht einfach nur stilles Wasser aus der Leitung trinken wollen. Die Kartuschen für die Kohlensäure kannst du übrigens, wenn sie leer sind, zu DM, Rewe und vielen anderen großen Läden bringen und gegen 8€ bis 9€ gegen eine gefüllte tauschen.

3. Verwende waschbare Tücher

Niemand braucht diese ganzen Zewas und Einmal-Tücher zum Putzen. Für praktisch alles kann man ganz normale Haushaltstücher oder Putztücher verwenden, die man nach Gebrauch in der Maschine waschen kann. Es gibt sogar Mehrweg-Staubtücher! Das heißt, du musst zum Entstauben nicht mehr auf die weißen Einmal-Tücher zurück greifen, die man bei Aldi und Co. bekommt.

Auch um Oberflächen feucht abzuwischen, können Spültücher genutzt werden, ebenso wie für das Spülen an sich. Ich habe sogar schon nachhaltige Spülschwämme im Unverpackt Laden gesehen. Also auch da gibt es Alternativen. Und das ganze ist nicht nur gut um Ressourcen zu schonen, sondern auch um Geld zu sparen. Denn die Waschgänge sind günstiger als immer alles nch zu kaufen. Glaub mir, ich habe es ausgerechnet, was du in meinem Beitrag Was kostet Zero Waste im Haushalt? nachlesen kannst.

Waschbare Spül-, Putz und Staubtücher

Alleine die Deutschen verbrauchen pro Jahr 248kg Papier (Stand 2010), wobei Hygienepapiere 10% daran ausmachen. Das sind 25kg pro Jahr und Kopf an zu großem Teil sinnlos verwendeten Rohstoffen. Und gerade der Verbrauch von Hygienepapieren steigt immer weiter. Das muss nun wirklich nicht sein.

Tipp: Frag doch deine Eltern, wenn du Putzlappen und Haushaltstücher brauchst. Die Chancen stehen gut, dass sie viel zu viel davon haben und ohne zu zögern mehr als genug hergeben können. So musst du nichst neu kaufen, was die Umwelt ebenfalls schont.

Weißt du, was noch unnötig ist? Richtig, Wattepads, Feuchttücher und andere Kosmetik-Pflege-Stöfflein. Zum Abschminken brauchst du nichts aufwendiges, sondern einfach nur einen guten alten Waschlappen. That’s it. Wenn du sowas nicht hast, dann kannst du sogar ein kleines Handtuch verwenden. Du kannst aber auch ein altes Handtuch in kleinere Tücher zerschneiden und umnähen. Das wäre das quasi das Non­plus­ul­t­ra in Sachen Zero Waste: Upcycling.

Nur so als kleine Anekdote: Das einzige, was wir noch an Einweg-Papier kaufen ist Klopapier. Ansonsten verwenden wir für alles andere Alternativen, die man waschen kann so wie Stofftaschentücher, Haushaltstücher, Lappen aller Art und natürlich Handtücher.

4. Nimm Taschen mit zum Einkauf

Ja, ich weiß, auch das ist ein alter Hut mitlerweile. Aber lass mich noch eins klarstellen: Nicht nur Stofftaschen kanns du zum Einkaufen verwenden. Wie wäre es zum Beispiel mit dem guten alten Rucksack, einem Korb oder Fahrradtaschen? Wenn du richtig Hardcore bist, dann kannst du auch einen Einkaufstrolley nehmen, auch genannt Hackenporsche. Habe ich früher auch immer verwenden und die Dinger sind einfach echt praktisch, besonders für einen großen Wocheneinkauf.

Stofftasche

Warum ist es so wichtig keine Plastiktüten zu verwenden? Naja, weil wir Deutschen im Durchschnitt 71 Stück davon pro Kopf pro Jahr verwenden. Das gesamte Land kommt auf eine erschreckende Bilanz von unglaublichen 68.000 Tonnen Kunststoff, die allein für Plastiktüten drauf gehen (Stand 2011). Das kannst du auch beim Umweltbundesamt nochmal nachlesen.

Zero Waste Notfall-Kit

Für den Wocheneinkauf bin ich natürlich immer vorbereitet. Aber auch für Notfälle findet sich immer eine Stofftüte in meiner Handtasche oder meinem Rucksack. Zusätzlich habe ich auch noch mein Notfall-Kit. Das ist eine kleine Tasche, die Gemüsenetze und Beutel beinhaltet. Falls ich also mal was vom Bäcker brauche oder sich ein spontaner Einkauf anbahnt, bin ich ausgerüstet.

5. Achte auf Alternativen beim Einkaufen

Vielleicht ist es dir nicht klar, aber im durchschnittlichen Supermarkt und sogar beim Discounter kann man durchaus eine Wahl treffen, wenn es um die Verpackung geht. Bei Obst und Gemüse ist das besonders offensichtlich. Hier hast du die Möglichkeit dich für die lose Variante zu entscheiden, statt der in einer Verpackung. Du solltest natürlich auch nicht zu diesen dünnen Plastikbeuteln greifen, die es in manchen Supermärkten gibt.

“Aber ich kann doch nicht die ganzen Kartoffeln lose auf’s Band legen!” Ehm, doch. Die Kassierer müssen damit klar kommen. Außerdem ist das eine kleine Form des Zivilen Ungehorsams, durch die die Supermärkte eventuell anfangen umzudenken. By the way, damit fangen sie auch schon an. Es gibt inzwischen Mehrweg-Gemüsenetze bei Läden wie Rewe zu kaufen, die man dann für solche Fälle verwenden kann. Alternativ kannst du natürlich auch immer noch auf den Wochenmarkt gehen.

Konserven im Glas

Wie sieht es jetzt aber bei anderen Dingen aus? Oft hast du die Möglichkeit auf Pfandflaschen oder Gläser umzusteigen. Die gibt es natürlich bei Getränken, aber auch für Milch, Sahne, Buttermilch, Joghurt und Quark. Auch bei Saucen und Konserven gibt es oft auch eine Variante im Glas, dass du dann wiederverwenden kannst oder das zumindest effizienter recycelt werden kann. Das ist der Fall bei Mais, Bohnen, Thunfisch, Kichererbsen, Bohnen, Passierten Tomaten, Mayo, Ketchup, und vielem mehr. Ich finde, dass man besonders bei teegut und Alnatura eine sehr große Auswahl geboten bekommt.

Wieso Glasrecycling so toll ist, habe ich mir auch schon in einem Beitrag angeschaut: Die Vorteile von Glas gegenüber Plastik. Dort findest du auch noch weitere Links zu diesem Thema.

Tipp: Die kleinen Gläser kannst du für alles mögliche verwenden: für selbst gemachte Marmelade und Aufstriche, um Essen zu lagern oder einzufrieren, aber auch als Vase oder Teelichthalter oder einfach um Sachen aufzubewahren.

Etwas neues für das teegut jetzt Werbung macht ist, dass du deine Eigene Tupperdose mit an die Frischetheken bringen kannst. So hast du in größeren Geschäften, die sowas anbieten, die Möglichkeit Fleisch, Käse und Fisch ohne Verpackung zu bekommen. Ich finde das eine geile Idee und super, dass damit auch noch groß Werbung gemacht wird. Alternativ kannst du dir natürlich kleinere Läden wie Metzgereien suchen, bei denen das geht oder dein Glück auf dem Wochenmarkt versuchen.

6. Verwende keine Frischhaltefolie

Frischhaltefolie ist nun echt nicht mehr am Puls der Zeit und kann sehr, sehr, sehr einfach ersetzt werden, und das sogar auf viele verschiedene Arten. Du kannst klassisch eine Tupperdose zur Aufbewahrung verwenden oder aber Einmachgläser oder du verwendest die aufgehobenen Gläser von Mais und Co. Wenn du etwas nur für eine Nacht in den Kühlschrank stellst, kannst du auch einfach einen Teller auf das Gefäß legen.

Zitrone im Weckglas

Die Hippster-Variante des ganzen sind übrigens Bee’s Wraps. Das sind kleine Stoffe, die mit Bienenwachs versiegelt sind und genau wie Frischhaltefolie verwendet werden können. Aber im Unterschied zu dieser, können die Bee’s Wraps danach unter kalten Wasser abgespült und wieder verwendet werden. Geile Erfindung, wie ich finde. Bee’s Wrap kannst du inzwischen bei Alnatura kaufen, hier im Unverpackt Laden gibt es eine sehr ähnliche Variante von einem anderen Hersteller, oder du bestellst sie online.

Ich finde Frischhaltefolie gehört nun wirklich nicht mehr zu den Dingen, die man braucht. Das geht einfach besser. Hierbei geht es nicht um das tolle Öko-Image oder dass man unbedingt das Plastik einsparen will. Es geht darum cleverer mit Ressourcen umzugehen und nicht so verschwenderisch zu sein. Besonder wenn es sich dabei um so banale Dinge wie Essen frisch halten handelt. Wir leben im 21. Jahrhundert, also bitte.

7. Vermeide Werbung

Wenn wir mal ehrlich sind, dann geht uns Werbung doch allen auf den Zeiger. Zum Glück habe wir keinen Fernseher mehr, aber immer wenn ich mal das Radio anschalte, erschlägt es mich fast. Naja, das Letzte was man will, ist, dass regelmäßig unzähliche Werbeflyer und -prospekte im Briefkasten landen. Das ist nervig und dafür gehen unnötigerweise Ressourcen drauf.

Inzwischen gibt es für das Stöbern nach Angeboten schon Apps und natürlich die Websites der jeweiligen Discounter und Supermärkte. Spontan fällt mir die kaufDA-App ein, es gibt aber noch viele weitere Angebote. Inzwischen hat sogar jeder Laden gefühlt eine eigenen App. Als Minimalistin sagen ich “Nein” dazu, lieber alles an einem Ort, aber jeder wie er will.

Also, besorgt dir schnell einen “Bitte keine werbung”-Aufkleber für den Briefkasten. Smarticular hat einen sehr schönen Beitrag zu den Aufklebern geschrieben, wo sie auf die Details eingehen und erklären, wo man die Aufkleber her bekommt und sogar eine Vorlage zum selbst drucken anbieten. Top! Kostenlos bestellen kannst du dir die “Bitte keine Werbung”-Aufkleber übrigens hier.

Trotzdem kann es immer wieder vorkommen, dass sich ein Flyer in deinen Briefkasten verirrt oder du Werbung zugesendet bekommst, weil du irgendwo Mitglied bist. Auch mir ist das letztens passiert mit dem BahnBonus Programm. Also habe ich eine Email geschrieben und darauf hingewiesen, dass ich kein Interesse daran habe, diese Unterlagen auf postalischem Weg zu erhalten. Sie könnten mir diese aber per Email zukommen lassen. Und Voila, jetzt bekomme ich die Angebote per Email. Man muss einfach nur mal mit einander reden. Oder schreiben, in dem Fall.

8. Sag nein zum Kassenbon

Bei Kassenzetteln finde ich es jedes mal schade, dass es noch keine bessere Lösung gibt, als jedes Mal ein Stück Papier mit Plastikbeschichtung auszudrucken. Ich meine es wäre langsam Zeit, dass man den Kassenbon digital übermittelt bekommt. Einfach das Handy an das Kassensystem halten, zack, Kassenzettel auf dem Handy. Das wäre genial! Aber leider haben wir sowas noch nicht, also sollten wir Kassenzettel wo es geht vermeiden.

Aber warum sind diese kleinen Zettel, denn eigentlich die Inkarnation des bösen? Naja, weil sie hinterhältige kleine Biester sind und vorgeben etwas anderes zu sein. Die meisten Menschen denken nämlich, dass es sich dabei bloß um ein Stück Papier handelt, aber weit gefehlt. Kassenbons sind in der Regel mit einer dünnen Schicht aus Plastik beschichtet und diese enhält meist auch noch das giftige Bisphenol A.

Alte Kassenzettel

Dieses wirkt sich negativ auf unseren Hormonhaushalt aus. Weibliche Sexualhormone werden verstärkt ausgeschüttet und männliche weniger. Außerdem wurde gezeigt, dass “fast alle Studien, die menschliches Blut untersuchten, […] relevante Konzentrationen von freiem Bisphenol A [fanden].” (Umweltbundesamt: BISPHENOL A - Massenchemikalie mit unerwünschten Nebenwirkungen). Jeder von uns kommt schon damit in Berührung, das muss man nicht auch noch überstrapazieren.

Aber nicht nur Kassenzettel sind beschichtet, sondern auch große Teile von Quittungen, Belegen und Tickets. All das gehört somit in den Restmüll und nicht ins Altpapier. Im ALtpapier kann es durch den Plastikanteil nicht recycelt werden und das Bisphenol A verunreinigt das recycelte Material.

Ich bin inzwischen recht erfolgreich, was das umschiffen von heimlich in die Tasche gesteckten Kassenzetteln angeht. Es ist mir auch ziemlich egal, aus was sie sind, ich brauche sie einfach nicht. Für mich ist das unnötige Ressourcenverschwendung. Außerdem würde ich sie zu den Dingen zählen, bei dem viele sagen: "Ist ja nur ein Kassenbon.", wobei alleine bei einem Einkauf schon mehrere davon anfallen können. Rechne das mal auf die gesamte Menschheit hoch. Na da mal gute Nacht.

9. Lege einen Kaufstopp ein

Der letzte und in meinen Augen einer der wichtigsten Punkte: Lege einen Kaufstopp ein. Wir, also du und ich und auch viele andere Menschen kaufen immer noch zu viel Mist. Hier irgendwelchen Krimskram, da irgendwelchen Schnickschnack. Und das alles hilft uns nicht wirklich, vermüllt den Planeten und leert unsere Geldbeutel.

Darum sage ich: Einfach mal nichts kaufen. Ja, ich weiß, dass ist schwer, aber darum geht es ja auch. Mal einfach was anders machen, radikal anders. Versuche zum Beispiel mal einen Monat lang von deinen Lebensmittelvorräten zu leben. Ich bin sicher, dass mindestens 50% der Leser das könnten. Oder mal nicht shoppen gehen, mal kein Geburtstagsgeschenk kaufen, sondern ein Abendessen schenken, mal einfach Zeit miteinander verbringen ohne dafür was bezahlen zu müssen, das wäre doch was.

Das Konsumverhalten ist ungemein wichtig, wenn es darum geht, weniger Müll zu hinterlassen oder seine CO2-Emissionen zu verringern. Ich habe auch schon mehrere Beiträge dazu geschrieben, z.B. Leben in der Konsum­gesellschaft: Warum ist das so? oder auch Schritt für Schritt zu weniger Konsum.

Wenn du wirklich richtig viel für die Umwelt und für dich tun willst, dann fang am besten da an. Denn alles was wir kaufen, muss auch irgendwann entsorgt werden. Und besonders Elektronik und Technik, die wir heute im Überfluss kaufen, enthält wertvolle Rohstoffe und ist schwer zu recyceln. Aber auch Klamotten sind ein großes Thema, du wirst nicht glauben was für eins. Ich habe schon in Die Tragödien hinter Fast Fashion dazu geschrieben, was sich alles hinter der modernen Textilindustrie verbirgt und das ist einfach nur unfassbar.

Also, im Zweifel mal nichts kaufen.

 

So, dass waren 9 Tipps und Ideen, was du als Zero Waste Anfänger alles machen kannst. Da ist doch bestimmt was für dich bei, oder? Bist du neu bei dieser ganzen Idee Zero Waste oder schon ein alter Hase? Wenn letzteres, was sind deine Tipps? Lass mir einen Kommentar da. Achja, und hier gibt es auch noch ein bisschen was zum Weiterlesen:

Die Philosophie hinter Zero Waste

8 Fragen zum Unverpackt Einkaufen

Die Bilanz von Stofftaschen­tüchern im Vergleich

Wir sehen uns nächste Woche,

- Sarah

Zum Weiterlesen

  1. Bundesministerium für Gesundheit: Trinkwasser
  2. Umweltbundesamt: Papier - Wald und Klima schützen
  3. Umweltbundesamt: Plastiktüten
  4. Umweltbundesamt: Plastiktüten (Publikation)
  5. Umweltbundesamt: BISPHENOL A - Massenchemikalie mit unerwünschten Nebenwirkungen
Autor Sarah Lettmann

Sarah Lettmann

Hi, ich bin Sarah. Hier auf MinimalWaste schreibe ich über Zero Waste und Minimalismus und gebe Tipps wie man sein Leben nachhaltiger gestalten kann. Mehr über Sarah Lettmann.